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Frauensport und die Verletzungsanfälligkeiten durch Hormonschwankungen
Frauen im Sport sind aufgrund von Hormonschwankungen in zwei Phasen des Menstruationszyklus besonders verletzungsanfällig:
- In der präovulatorischen Phase (erste Zyklushälfte):
Es gibt starke Evidenz, dass das größte Risiko für eine Kreuzbandverletzung (ACL) in dieser Phase liegt. Die Bänder sind aufgrund von Hormonwirkungen weicher, was zu einem stärker ausgeprägten Knievalgus und größerer Außenrotation des Unterschenkels während der Aktivität führt.
- In der Lutealphase (zweite Zyklushälfte):
In den etwa zwei Wochen zwischen Eisprung und Menstruation zeigen Frauen ein vermindertes Reaktionsvermögen, insbesondere bei Aufgaben zur räumlichen Vorstellung. Dies könnte zu einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit führen, da minimale Verzögerungen in den Reaktionen Bewegungsabläufe so verändern können, dass Verletzungen wahrscheinlicher werden.
Zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass Frauen in den Tagen vor ihrer Menstruation anfälliger für Bänderverletzungen sein könnten.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Auswirkungen des Menstruationszyklus auf das Verletzungsrisiko individuell variieren können.
Regelmäßige Kräftigungsübungen der Knie- und Sprunggelenke können helfen, das Verletzungsrisiko zu reduzieren.
Bei Schwimmerinnen (Brustschwimmen) ist eine starke Belastung der Knieinnenseite zu beobachten.
Die Gewebeaufweichung am Knieinnenband verursacht verstärkte Bewegungen und somit in der Folge Beschwerden am Innenband in Höhe Unterschenkelkante.